Kalium

Kalium ist das wichtigste intrazelluläre Kation und bestimmt gemeinsam mit Natrium das Membranpotenzial aller Zellen. EFSA hält für Erwachsene eine Zufuhr von 3.500 mg täglich für angemessen (Adequate Intake, 2016), die DGE nennt einen Schätzwert von 4.000 mg; in westlichen Ernährungsmustern mit hohem Natrium- und geringem Obst-/Gemüseanteil wird dieser Wert häufig unterschritten. Für Kalium hat EFSA keinen Tolerable Upper Intake Level festgelegt, da bei gesunder Nierenfunktion überschüssiges Kalium renal ausgeschieden wird.

KategorieMineral

Wirkmechanismus

Die Na⁺/K⁺-ATPase pumpt Kalium aktiv in die Zelle und hält so einen Gradienten von etwa 140 mmol/l intrazellulär zu 4 mmol/l extrazellulär aufrecht, der das Ruhemembranpotenzial und die Repolarisation erregbarer Zellen (Nerven, Skelett- und Herzmuskel) bestimmt. Eine höhere Kaliumzufuhr fördert die renale Natriumausscheidung (Natriurese). Die Kaliumhomöostase wird über Aldosteron und die Insulin-vermittelte zelluläre Aufnahme reguliert.

Dosierung in der Studienlage

Dosis in Studienbis 500 mg täglich aus Nahrungsergänzungsmitteln, meist als Kaliumcitrat oder -chlorid; die Gesamtzufuhr stammt überwiegend aus Lebensmitteln
ObergrenzeKein EFSA-UL festgelegt; Referenzwert: 3.500 mg/Tag Adequate Intake (EFSA) bzw. 4.000 mg/Tag Schätzwert (DGE)
EinnahmezeitZu den Mahlzeiten
Einnehmen mitMahlzeit und reichlich Flüssigkeit (Schleimhautreizung); das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel eine Höchstmenge von 500 mg pro Tagesdosis vor

Die Angaben beschreiben die in den ausgewerteten Studien verwendeten Dosierungen. Sie sind keine Einnahmeempfehlung.

Zugelassene EU-Health-Claims

  • Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei (VO 432/2012)
  • Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei (VO 432/2012)
  • Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei (VO 432/2012)

Wechselwirkungen

MitStärkeBeschreibung
ACE-Hemmer, Sartane, kaliumsparende DiuretikastarkAdditive Erhöhung des Serumkaliums — Risiko einer Hyperkaliämie, in Studien nur unter Laborkontrolle kombiniert
NSAR (z. B. Ibuprofen)mittelNSAR vermindern die renale Kaliumausscheidung und können den Kaliumspiegel zusätzlich anheben
MagnesiumleichtMagnesium wird für die Na⁺/K⁺-ATPase benötigt, die Kalium in die Zellen pumpt

Sicherheit

Gegenanzeigen

  • Niereninsuffizienz
  • Hyperkaliämie
  • Morbus Addison (Nebenniereninsuffizienz)
  • Einnahme kaliumsparender Diuretika, ACE-Hemmer oder Sartane ohne ärztliche Kontrolle

Mögliche Nebenwirkungen

  • Übelkeit, Magenreizung, Durchfall (v. a. bei Kaliumchlorid auf nüchternen Magen)
  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion: Hyperkaliämie mit Herzrhythmusstörungen

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Medizinischer Hinweis: Diese Inhalte dienen der Information und ersetzen keinen Arztbesuch. Konsultiere vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer einen medizinischen Fachexperten.