Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement und Cofaktor von mehr als einem Dutzend Enzymen des Energie-, Eisen- und Bindegewebsstoffwechsels. Die DGE nennt einen Schätzwert von 1,0 – 1,5 mg täglich; ein manifester Mangel ist in Europa selten, tritt aber bei langfristig hochdosierter Zinkeinnahme, nach bariatrischer Chirurgie oder bei Malabsorption auf. Die Obergrenze für Erwachsene liegt bei 5 mg/Tag; 2023 hat der EFSA-Wissenschaftsausschuss zudem eine duldbare tägliche Aufnahme (ADI) von 0,07 mg/kg Körpergewicht abgeleitet.
Wirkmechanismus
Kupfer wird über den Transporter CTR1 aufgenommen, in der Leber an Coeruloplasmin gebunden und über die ATPase ATP7B biliär ausgeschieden. Als Redox-aktives Zentrum in Cytochrom-c-Oxidase (Atmungskette), Cu/Zn-Superoxiddismutase (Radikalabbau), Lysyloxidase (Kollagen- und Elastinvernetzung) und Tyrosinase (Melaninsynthese) wechselt es zwischen Cu⁺ und Cu²⁺. Die Ferroxidasen Coeruloplasmin und Hephaestin oxidieren Fe²⁺ zu Fe³⁺ und ermöglichen so die Bindung an Transferrin — ein Kupfermangel beeinträchtigt deshalb den Eisentransport.
Dosierung in der Studienlage
Die Angaben beschreiben die in den ausgewerteten Studien verwendeten Dosierungen. Sie sind keine Einnahmeempfehlung.
Zugelassene EU-Health-Claims
- Kupfer trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei (VO 432/2012)
- Kupfer trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei (VO 432/2012)
- Kupfer trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei (VO 432/2012)
- Kupfer trägt zu einer normalen Haarpigmentierung bei (VO 432/2012)
- Kupfer trägt zu einem normalen Eisentransport im Körper bei (VO 432/2012)
- Kupfer trägt zu einer normalen Hautpigmentierung bei (VO 432/2012)
- Kupfer trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei (VO 432/2012)
- Kupfer trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen (VO 432/2012)
Wechselwirkungen
| Mit | Stärke | Beschreibung |
|---|---|---|
| Zink | mittel | Hochdosiertes Zink (>40 mg/Tag) induziert Metallothionein in den Enterozyten und blockiert die Kupferaufnahme — in Studien wurde deshalb häufig Kupfer zu Zink ergänzt |
| Vitamin C | leicht | Sehr hohe Ascorbinsäuredosen (≥1.500 mg) können die Kupferabsorption und Coeruloplasmin-Aktivität vermindern |
| Eisen | leicht | Kupfer wird für die Eisenmobilisierung benötigt; hohe Eisendosen können umgekehrt die Kupferaufnahme konkurrierend beeinträchtigen |
Sicherheit
Gegenanzeigen
- Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit)
- Cholestatische Lebererkrankungen und Leberzirrhose
- Bekannte Kupferüberladung (erhöhtes Serumkupfer/Coeruloplasmin)
Mögliche Nebenwirkungen
- Übelkeit, Magenbeschwerden, metallischer Geschmack bei Dosen über 5 mg
- Chronische Überdosierung: Leberschädigung (selten, v. a. bei genetischer Prädisposition)
Studien
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Medizinischer Hinweis: Diese Inhalte dienen der Information und ersetzen keinen Arztbesuch. Konsultiere vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer einen medizinischen Fachexperten.